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Menschlich sein – Warum Unmotiviertheit kein Grund zur Sorge ist

 

 

Wow, 2020 war meine Motivation, einen regelmäßigen Blog zu schreiben. So schnell kann die Zeit vergehen! 😉

Ich war nicht mal unmotiviert, aber sehr beschäftigt. Aktuell plane ich gerade einige Dinge, aber meine Ideen brauchen mehr Zeit in der Umsetzung, als der Tag es zulässt. ⏳

Aufgrund eines Kundengesprächs heute und etwas Zeit habe ich mich spontan entschieden, einen Blogartikel zu schreiben. 😊

Mit der Motivation, es öfter zu machen... mal sehen! 😉

 

In der hektischen Welt, in der wir leben, wird oft von uns erwartet, dass wir ständig produktiv und motiviert sind.
Doch kennt ihr das Gefühl, wenn einem einfach die Motivation fehlt? Man schaut sich um und sieht das Chaos, das sich im eigenen Zuhause angesammelt hat.
Anstatt in Aktion zu treten, geht man einfach zur Tagesordnung über – auch wenn man das vielleicht nicht wirklich will. Diese Phasen des Mangels an Antrieb können frustrierend sein, und viele von uns haben erlebt, wie sie sich dann schnell ungesund oder weniger wertig fühlen.


Aber sind wir mal ehrlich: Es ist völlig normal, ab und zu unmotiviert zu sein!
Ich kann das aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen.
Es gibt Tage, an denen ich mich nach dem Aufstehen schon überfordert fühle, einfach weil ich weiß, dass ich eine Vielzahl von Aufgaben erledigen müsste. Dann der Gedanke: „Warum kann ich mich nicht einfach aufraffen?“

 

Eine spannende Eigenschaft menschlichen Verhaltens ist, dass wir oft motivierter sind, wenn es einen äußeren Anlass gibt. Zum Beispiel, wenn Besuch ansteht oder eine besondere Veranstaltung bevorsteht. Plötzlich wird das Aufräumen, das Organisieren und sogar das Sich-Hübsch-Machen zur Priorität.

Es wird fast zu einer Art Spiel: „Wie viel Schaffensfreude kann ich mobilisieren, um mein Zuhause in einladendes Licht zu rücken?“ Das zeigt mir, dass unsere Motivation oft aus der Situation entsteht. Und das ist absolut menschlich!

Als Ordnungscoach habe ich die Möglichkeit, vielen Menschen zu helfen, ihre individuellen Motivationen zu entdecken und gleichzeitig das Thema Ordnung in einem positiven Licht zu betrachten. Mein Ziel ist es, Menschen nicht dafür zu verurteilen, warum ihre Umgebung unordentlich ist.
Jeder hat seine eigenen Gründe, und oft sind sie nicht negativ. Wenn ich mit meinen Kunden arbeite, teile ich meine Tipps auf eine einladende und freundliche Art.

 

Ich glaube fest daran, dass Aufräumen nicht eine Pflicht, sondern eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung sein kann. Gemeinsam macht es mehr Spaß, und man kann oft eine ganz neue Perspektive auf Ordnung und Chaos gewinnen.

Oft lernen wir als Kinder, dass Aufräumen etwas ist, was man als Pflicht erledigen muss – sei es als Strafe oder als Belohnung: „Wenn du dein Zimmer aufräumst, bekommst du danach eine Belohnung, oder wenn nicht, dann...“ Ordnung wird dadurch oft mit Negativität assoziiert. Statt Freude an dem Prozess zu empfinden, verbinden wir ihn mit Druck und Zwang. Diese frühen Erfahrungen können tief in uns verankert werden und dazu führen, dass wir auch im Erwachsenenleben eine negative Einstellung gegenüber Ordnung entwickeln.

Ich persönlich habe festgestellt, dass ich in einigen Aspekten sehr motiviert bin. Wenn es um das Thema Ordnung geht, finde ich es befriedigend, Dinge zu organisieren und mein Umfeld zu gestalten. Aber wenn es um andere Aktivitäten geht, wie beispielsweise das Spazierengehen, sieht die Sache ganz anders aus. Ich finde es äußerst herausfordernd, alleine spazieren zu gehen. Ohne eine 2. Person, die mich begleitet oder mit der ich verabredet bin, komme ich einfach nicht in die Gänge. Und dennoch kenne ich viele Freunde und Bekannte, die problemlos täglich ihre Runden drehen – alleine!

Bin ich deswegen weniger wert? Krank? Schwach? Dumm? Überhaupt nicht!

Es ist wichtig, sich selbst und unsere eigenen Schwächen zu akzeptieren.

Jeder hat unterschiedliche Stärken und Schwächen, und das ist es, was das Leben interessant und vielschichtig macht.

 

Es ist vollkommen in Ordnung, wenn jemand Hilfe benötigt, um motiviert zu sein oder sich zu bewegen. Das zeigt uns nur, wie wichtig Unterstützung und Gemeinschaft sind. Wir leben in einer Welt, in der wir uns gegenseitig helfen können, unsere Talente zu nutzen und gemeinsam das Beste aus unseren Fähigkeiten herauszuholen.


Doch während wir uns die Freiheit nehmen sollten, uns selbst zu akzeptieren und uns auch mal gehen zu lassen, gibt es Zeiten, in denen es sinnvoll sein kann, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – und genau hier kann ein Ordnungscoaching wirklich wertvoll sein.

Es gibt Momente, in denen das Chaos überhandnimmt und man schlichtweg nicht mehr weiterweiß.

Ordnung zu schaffen ist da vielleicht das eine; sich dabei aber nicht völlig zu verlieren, weil man sich komplett gehen lässt, das andere.

 

Mit gezielter Unterstützung kann man nicht nur aufräumen, sondern auch die eigene Motivation zurückgewinnen und langfristige Strategien entwickeln, um wieder eine zufriedenstellende Ordnung in das eigene Leben zu bringen.

 

Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast, nicht genug zu leisten oder unmotiviert zu sein, denke daran: Jeder hat solche Tage, und du bist damit nicht allein.

 

Wir müssen achtsam mit uns umgehen und unser Wohlbefinden an erste Stelle setzen. Denn am Ende zählt nicht, wie viel wir schaffen, sondern wie glücklich und zufrieden wir mit unserem Leben sind.


Akzeptiere, wie du bist – mit all deinen Stärken und Schwächen. Und erinnere dich daran, dass es nicht darum geht, alles allein zu schaffen.

 

Lass uns gegenseitig unterstützen und feiern, wer wir sind.

 

Gemeinsam können wir das Beste aus uns herausholen und gleichzeitig lernen, dass es in Ordnung ist, auch Hilfen in Anspruch zu nehmen, damit das Chaos nicht überhandnimmt und wir alle ein erfülltes, geordnetes Leben führen können!

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Kommentare: 1
  • #1

    Isabel (Freitag, 14 März 2025 13:57)

    Vielen Dank, liebe Jessica, ich habe deinen Blog mit großem Interesse gelesen , bitte mehr davon....��