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Gedanken um die Selbstständigkeit: Zwischen Ideenflut und körperlichen Einschränkungen

Heute hatte ich wieder einen inspirierenden Kundentermin mit einem Erziehungsberater, der selbstständig ist. Wir haben uns eingehend über die Sorgen, Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit unterhalten. Dabei habe ich ihm von meinem ständigen Gedankenkarussell erzählt – manchmal habe ich das Gefühl, 1.000 Ideen im Kopf zu haben, und es macht mich schwindelig, weil ich nicht weiß, wo ich als Erstes anfangen soll. 

 

Er gab mir den wertvollen Rat, „Trauerarbeit für meine Gedanken“ zu leisten, denn nicht jede Idee hat das Recht, lebendig zu bleiben.

Oft bringen Ideen uns nicht weiter; in meiner Arbeit als Ordnungscoach konzentriere ich mich darauf, Menschen auf die Ideen zu bringen, wie sie ihre Gedanken und Dinge anders sortieren können, um ihren Alltag zu erleichtern. 

Doch je näher ich der 50 komme, desto mehr spüre ich die physischen Einschränkungen meines Körpers: Mein Rücken schreit, mein Nacken bereitet mir Probleme, und meine Knie knacken. Manchmal fühle ich mich einfach erschöpft von der körperlichen Arbeit, und ich wünsche mir, mehr in die Beratung zu gehen. Aber auch hier gilt: Jedes Konzept ist nur eine Idee, die umgesetzt werden muss.

 

Ich besitze bereits eine zweite Webseite, die sich auf Coaching konzentriert https://www.jessica-habermann-coaching.de/  und ich meinen Kunden beratend zur Seite stehe.

Zwar führe ich regelmäßig vor Ort reine Beratung (coaching) durch und habe feste Stammkunden, doch insgesamt bleiben die Termine noch überschaubar, weil es meistens doch eher in die Richtung Ordnungscoaching geht, wo ich mit anpacke und die Wohnung oder das Büro auf den Kopf stelle.

 

Oft fühle ich mich dabei wie meine Kunden – motiviert, aber unsicher, wo ich anfangen soll, und mit einem Kopf voller Ideen. 

Ich werde häufig gefragt, welche Tipps ich geben kann oder wie ich es geschafft habe, meine negativen Gedanken zu überwinden. Ehrlich gesagt habe ich darauf keine definitive Antwort, es waren immer "Aha"-Momente, die in meinem Leben wieder für mehr Klarheit, Reflexion und Veränderung gesorgt haben. So wie ich gerade keine klare eindeutige, definierbare Lösung dafür finde, wie ich meine Ideen umsetzen kann oder weiß, was ich als Erstes angehen möchte. 

 

Ich weiß jedoch, dass Reden hilft – Kommunikation, Reflexion und Coaching sind entscheidend. Ich teile mit meinen Kunden stets, wie ich es geschafft habe, Herausforderungen zu bewältigen, sei es in der Organisation ihres Lebens, um selbstbewusster zu werden, oder einfach nur, um ihre Psyche auszutricksen.

 

Trotzdem gibt es Momente, in denen ich selbst mit der Umsetzung meiner Ideen kämpfe. Es klingt vielleicht seltsam, aber ich liebe meine Arbeit als Ordnungscoach und Beraterin, und dennoch fühle ich mich manchmal körperlich ausgelaugt. Das ist eine Herausforderung, mit der ich lerne umzugehen – und ich bin mir sicher, dass ich nicht alleine damit bin.

 

 

Jeder von uns hat seine Kämpfe und seine Geschichten zu erzählen.

Vielleicht ist die Erkenntnis, dass das Teilen von Erfahrungen hilft, der erste Schritt zur Lösung unserer Probleme.

 

Gemeinsam können wir anpacken, reflektieren und Ideen in die Tat umsetzen – sowohl für meine Kunden als auch für mich selbst. 

 

 

 

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